Katharina SchenkFreie Trauerrednerin
Das Ritual

Gedenksteine – eine stille Verbindung.

In jeder Trauerfeier, die ich halte, hat der Gedenkstein seinen Platz. Er ist klein genug, um in der Hand zu liegen – und beharrlich genug, um ein Leben lang zu bleiben.

Hände halten einen glatten Gedenkstein
Warum Steine

Ein Stein trägt. Er bleibt. Er erinnert.

In vielen Kulturen sind Steine Symbole des Bleibenden. Sie überstehen Zeiten und Generationen, und wer einen Stein in der Hand hält, spürt eine kleine Beharrlichkeit: Etwas ist da. Auch jetzt. Auch, wenn so vieles wegzurutschen scheint.

Während der Feier bekommt jede Angehörige und jeder Angehörige einen glatten, gut in der Hand liegenden Stein. Er liegt schweigend da, während ich von dem Menschen erzähle, den wir verabschieden. Sie dürfen ihn drücken, streicheln, verstecken – so wie es Ihnen gut tut.

Drei Schritte

So wird der Stein zum Begleiter.

Empfangen

Zu Beginn der Feier lege ich jeder Angehörigen einen Stein in die Hand. Er wird für den Moment ein stiller Wegbegleiter.

Verweilen

Während der Rede und Musik liegt der Stein in Ihrer Hand. Viele erleben, dass der Stein mit seiner Kühle, seiner Schwere und seiner Glattheit ganz konkret trägt.

Mitnehmen

Am Ende nehmen Sie den Stein mit nach Hause. Er darf auf Ihren Nachttisch, ins Büro, in den Garten – als sichtbare Verbindung zu dem Menschen, den Sie lieben.

Ein stiller Gedanke
„Der Stein weint nicht und tröstet nicht. Er liegt einfach da – und genau das ist manchmal das Größte, was ein Moment der Trauer uns schenken kann.“

— Katharina Schenk

Gedenksteine, liebevoll ausgelegt